In ihrem Positionspapier identifiziert die Bildungskoalition NGO den bildungspolitischen Handlungsbedarf und fordert Bund, Kantone sowie die institutionellen Partner auf, eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) über alle Schweizer Sprachregionen, Bildungsebenen und Sektoralpolitiken hinweg koordiniert zu planen, konsequent umzusetzen und ihre Implementierung zu monitoren.

Eine qualitativ hochstehende Bildung im Sinne einer BNE ist unerlässlich. Nur so kann eine nachhaltige Entwicklung der Schweiz gewährleistet werden, die den Zielen der Agenda 2030 gerecht wird und die auch vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen die langfristigen Interessen der Schweizer Bevölkerung wahrt.

Die BNE befähigt Lernende jeden Alters, Faktoren und Zusammenhänge zu erkennen, die einen nachhaltigen Umgang mit dem Planeten Erde und den darauf vorhandenen Ressourcen erschweren bzw. verunmöglichen. Die Lernenden entwickeln Kompetenzen, um Wege auf der persönlichen und der institutionellen Ebene einzuschlagen, welche ihnen erlauben, auf der lokalen, regionalen oder globalen Ebene in gemeinsamen Aushandlungsprozessen Lösungen zu entwickeln, umzusetzen und zu überprüfen.

Die Rahmenbedingungen für die konsequente Umsetzung der BNE sind in der Schweiz gegeben. In der neuen Strategie Nachhaltige Entwicklung sowie der neuen Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation kann der Bund für dieses zentrale, transversale Thema ambitionierte und überprüfbare Ziele formulieren. Nur durch die gezielte Planung, Umsetzung und ein konsequentes Monitoring von BNE auf allen Ebenen des Bildungssystems wird die Schweiz in der Lage sein, die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen. 

Die Bildungskoalition NGO setzt sich aus Organisationen der Bereiche Entwicklung, Jugend, Gesundheit, Menschenrechte und Umwelt zusammen und verfügt über Mitglieder und Kooperationspartner, die Bildung für nachhaltige Entwicklung fördern wollen. Zu den Mitgliedern gehört auch fair unterwegs – arbeitskreis tourismus & entwicklung.

Mitgliederliste