Kenia

Rang 114
Ranking of Happiness
Zum Vergleich:
Rang 9
in der Schweiz
Rang 152
Human Development Index
Zum Vergleich:
Rang 1
in der Schweiz
Rang 123
Internationaler Korruptionsindex
Zum Vergleich:
Rang 7
in der Schweiz

Zahlen & Fakten

Menschenrechtslage

Bei der Auflösung von Protesten griff die Polizei auf exzessive und in einigen Fällen tödliche Gewalt zurück. Das Recht auf Leben wurde weiterhin missachtet. Mehr als 100 Menschen wurden rechtswidrig getötet. Der neue Präsident löste eine Polizeieinheit auf, die er für solche Tötungen verantwortlich machte. Millionen Menschen litten infolge der anhaltenden Dürre Hunger. Die Regierung hatte weiterhin Schwierigkeiten, die sozialen und wirtschaftlichen Rechte, einschliesslich der Rechte auf Wohnraum und Gesundheit, zu schützen. Es wurden Schritte zur Gewährleistung der Rechte von Frauen und Mädchen unternommen. Das Hohe Gericht von Kenia verpflichtete das Parlament dazu, Rechtsvorschriften zu erlassen, die Schwangerschaftsabbrüche unter bestimmten Umständen erlauben. (Stand 2022)

Hier gehts zum vollständigen Amnesty Internaional Bericht zu Kenia.

Reisen in Länder, in denen die Menschenrechte missachtet werden, in denen Diktatoren oder Autokraten herrschen, können aus vielen Gründen boykottiert werden. Doch oft leiden dann die Einwohner*innen nicht nur unter dem herrschenden Regime, sondern auch durch den Ausfall der Einnahmen aus dem Tourismus. Zudem können Tourist*innen Information in und aus dem Land bringen, was für gewisse Länder enorm wichtig ist. Zentral ist jedoch, sich vor der Reise mit der Politik, Kultur und dem System im Land auseinander zu setzen!

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Umwelt

Kenia, Tansania und Uganda sind vom Ostafrikanischen Grabenbruch geprägt. Typisch dafür sind die grossen Grabenseen wie der Tanganjikasee, der Victoriasee, Albert- und Edwardsee sowie einige der höchsten Berge des Kontinents: der Kilimandscharo, der Ol Donyo Keri oder Mount Kenya und das Ruwenzori-Gebirge in Uganda. Weiter westlich erheben sich die grünen Hügel Ruandas, das sich auch »Land der tausend Hügel« nennt. Zu Füssen der Berge liegen einige der tier- reichsten Savannen des Kontinents. Namen wie Amboseli, Masai Mara, Nakuru, Ngorongoro, Serengeti und Tsavo zergehen Reisenden auf der Zunge. Ein Höhepunkt sind Trekkings zu den Berggorillas – in Uganda im undurchdringlichen Bwindi Forest, in Ruanda im Parc National des Volcans. Niemand, der das einmal gemacht hat, wird den Besuch je wieder vergessen.

Ostafrika verfügt über wertvolle Bodenschätze wie Eisen, Gold, Kupfer und Titan in Kenia, Bauxit, Diamanten, Kobalt, Nickel, Phosphat, Rubine, Tsavolit und Uran in Tansania sowie Gas und Öl in Uganda.

Mehr dazu erfährst du im SympathieMagazin «Ostafrika verstehen»

Religion & Sprache

Religion

Über 80 Prozent der in Kenia lebenden Menschen sind christlichen Glaubens. Seit den 1920er Jahren entstanden in Ostafrika unzählige unabhängige protestantische Kirchen, manche mit Bezug zu den Kirchen aus der Missionszeit, viele auch ohne Einflüsse aus dem Westen.

Mehr zum Christentum erfährst du im SympathieMagazin «Christentum verstehen»

Sprache

Amtssprachen sind Swahili und Englisch.

Mehr dazu erfährst du im SympathieMagazin «Ostafrika verstehen»

Kultur & Ernährung

Kultur

Trotz wirtschaftlicher Krisen und Terroranschlägen haben die vier Länder Ostafrikas in den vergangenen 25 Jahren eine politisch relativ stabile Zeit erlebt. Ostafrika ist eine der am schnellsten wachsenden Regionen des Kontinents. Gründe dafür sind die politische Stabilität und gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Im Jahr vor der Coronapandemie war das Wirtschaftswachstum das höchste in ganz Afrika.  Die Zeit der Loslösung von den Kolonialmächten ist bis heute identitätsstiftend. Tansania wurde 1961 unabhängig, Uganda und Ruanda 1962, Kenia 1963.

Ostafrika hat eine pulsierende Musik­szene. Die Beats, die in den Clubs von Nairobi, Daressalam, Kampala und Kigali gespielt werden, haben nichts mit der Folklore zu tun, die in vielen Touristenhotels dargeboten wird. Typisch für Kenia und Tansania ist ein Musikstil, der sich BongoFlava nennt. Die Texte werden überwie­gend auf Swahili gesungen und sind oft kritisch. Musiker*innen wie Vanessa Mdee, Diamond Platnumz, Professor Jay, Sugu, Chidi Benz und die Band Daz Nundaz zählen zu den bekanntesten Vertreter*innen.

Das Lake Turkana Festival «Tobong’u Lore», das einmal im Jahr zwischen April und Juni in Loiyangalani am östlichen Ufer des Turkanasees gefeiert wird, ist eines der schillerndsten und buntesten Feste Kenias. Folkloregruppen von 30 Mitgliedern und mehr tanzen drei Tage und Nächte lang. Mehr als ein Dutzend Ethnien feiern in einer Vollmondnacht gemeinsam ein Fest des Friedens, um gegenseitige Vorurteile zu beseitigen, den Zusammen- halt der unterschiedlichen Volksgruppen zu stärken – und ein wenig Geld mit dem Tourismus zu verdienen. In der Sprache der Turkana bedeutet Tobong’u Lore so viel wie «willkommen zu Hause».

Mehr dazu erfährst du im SympathieMagazin «Ostafrika verstehen»

Do’s & Dont’s

Do’s

  1. Wer in Kenia Locals mit »Jambo?« (Wie geht es Ihnen?) begrüsst, der bekommt eigentlich immer eine freundliche Antwort.
  2. Älteren Menschen wird in Ost-afrika grosser Respekt gezollt. Sie werden immer als Erste begrüsst. Aber: Sie dabei zu berühren, gilt als unhöflich. Statt Händeschütteln empfiehlt sich ein Lächeln und freundliches Kopfnicken.

Dont’s

  1. Plastiktüten sind in Ruanda, Kenia und Tansania verboten, deswegen sollten sie zu Hause bleiben. Wer den Flughafen mit einer Plastiktüte verlässt, riskiert ein sattes Bussgeld!
  2. Streitigkeiten versucht man in Ostafrika, im Konsens zu lösen, sodass alle Beteiligten ihr Gesicht wahren können. Andere Leute in der Öffentlichkeit zu blamieren, wird als Affront empfunden.

Mehr dazu erfährst du im SympathieMagazin «Ostafrika verstehen»

Angebote & Anbieter

Voilà – Angebote unseres Partners FairWeg, der Unterkünfte nach zwölf Nachhaltigkeitskriterien auswählt. Darunter einige grosse Häuser, denn sie können sich eine Zertifizierung leisten. Darum suchen wir kleine, leidenschaftlich nachhaltige Anbieter*innen – bitte melden.

Berichte zu Kenia

Mobilität

An- und Abreise

Fliegen belastet das Klima stärker als jede andere Art des Reisens. Beim Verbrennen von Kerosin entstehen Schadstoffe, unter anderem Kohlendioxid (CO2). Dieses trägt massgeblich zur globalen Erwärmung bei.

Flug Zürich - Nairobi: CO2-Ausstoss in kg
Emissionen pro Passagier auf einem Hin- und Rückflug
3564 kg CO2
Betrieb eines Kühlschranks für ein Jahr, durchschnittlicher Strommix
100 kg CO2
Ein Jahr Autofahren (Mittelklassewagen, 12.000 km)
2000 kg CO2
Klimaverträgliches Jahresbudget eines Menschen
2300 kg CO2

Klimakompensation

Auf dem Treibhausgasrechner des fairunterwegs-Mitglieds myclimate kannst du die klimaschädlichen Emissionen deiner nächsten Reise berechnen und gleich in ein Klimaschutzprojekt investieren. Welche Projekte du mit deinem Beitrag unterstützt, erfährst du auf der myclimate-Webseite. Hintergrundinformationen zu Klimakompensation findest du im fairunterwegs-ABC.

Einstimmen

*Quellen

Human Development Index

Der IHDI kombiniert die durchschnittlichen Errungenschaften eines Landes in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Einkommen mit der Verteilung dieser Errungenschaften auf die Bevölkerung des Landes, indem der Durchschnittswert jeder Dimension entsprechend dem Grad der Ungleichheit "abgezinst" wird. Somit ist der IHDI ein verteilungsabhängiges Durchschnittsniveau der menschlichen Entwicklung.


Zwei Länder mit unterschiedlichen Verteilungen der Errungenschaften können den gleichen durchschnittlichen HDI-Wert haben. Unter perfekter Gleichheit ist der IHDI gleich dem HDI, fällt aber unter den HDI, wenn die Ungleichheit zunimmt.

Human Development Report

Internationaler Korruptionsindex

Der Internationaler Korruptionsindex, kurz CPI, bewertet und stuft Länder danach ein, wie korrupt der öffentliche Sektor eines Landes von ExpertInnen und Geschäftsleuten wahrgenommen wird. Der CPI ist ein zusammengesetzter Index, eine Kombination aus 13 Umfragen und Einschätzungen zur Korruption, die von einer Vielzahl renommierter Institutionen erhoben wurden. Der CPI ist der weltweit am häufigsten verwendete Indikator für Korruption.

Die Punktzahl eines Landes gibt den wahrgenommenen Grad der Korruption im öffentlichen Sektor auf einer Skala von 0-100 an, wobei 0 bedeutet, dass ein Land als hochgradig korrupt wahrgenommen wird, und 100, dass ein Land als nicht korrupt wahrgenommen wird. 

Transparency International

Ranking of Happiness

Der World Happiness Report (etwa „Welt-Glücks-Bericht“) ist ein jährlich vom Sustainable Development Solutions Network der Vereinten Nationen veröffentlichter Bericht. Darin beschreiben ExpertInnen unterschiedlicher Wissenschaften wie Wirtschaft, Psychologie, Umfrageanalyse und Statistik, wie das Messen des Wohlbefindens effektiv genutzt werden kann, um den Fortschritt von Nationen zu erfassen.

World Happiness Report