Libanon

Rang 142
Ranking of Happiness
Zum Vergleich:
Rang 9
in der Schweiz
Rang 112
Human Development Index
Zum Vergleich:
Rang 1
in der Schweiz
Rang 150
Internationaler Korruptionsindex
Zum Vergleich:
Rang 7
in der Schweiz

Zahlen & Fakten

Menschenrechtslage

Den Behörden gelang es nicht, die wichtigsten wirtschaftlichen und sozialen Rechte zu gewährleisten, die durch die Wirtschaftskrise des Landes beeinträchtigt waren. Dadurch hatten viele Menschen keinen angemessenen Zugang zu medizinischer Versorgung und sauberem Trinkwasser. Personen, die für Folter und andere Verbrechen verantwortlich waren, mussten weiterhin keine Strafverfolgung befürchten. Die Behörden griffen auf Verleumdungsgesetze zurück, um strafrechtlich gegen Kritiker*innen vorzugehen. Arbeitsmigrant*innen, insbesondere weibliche Hausangestellte, waren im Rahmen des diskriminierenden Sponsorensystems Kafala weiterhin Menschenrechtsverstössen ausgesetzt. Frauen wurden nach wie vor durch Gesetze und im täglichen Leben diskriminiert. Die Behörden verstärkten die Abschiebung syrischer Flüchtlinge in ihr Herkunftsland, obwohl ihnen dort schwere Menschenrechtsverletzungen drohten. Öffentliche LGBTI-Veranstaltungen während des Pride-Monats wurden verboten. (Stand 2022)

Hier gehts zum vollständigen Amnesty international Bericht zum Libanon.

Reisen in Länder, in denen die Menschenrechte missachtet werden, in denen Diktatoren oder Autokraten herrschen, können aus vielen Gründen boykottiert werden. Doch oft leiden dann die Einwohner*innen nicht nur unter dem herrschenden Regime, sondern auch durch den Ausfall der Einnahmen aus dem Tourismus. Zudem können Tourist*innen Information in und aus dem Land bringen, was für gewisse Länder enorm wichtig ist. Zentral ist jedoch, sich vor der Reise mit der Politik, Kultur und dem System im Land auseinander zu setzen!

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Umwelt

Hohe Berge, dicker Schnee im Winter, sprudelnde Bäche im Frühling – man sollte meinen, der Libanon habe Wasser im Überfluss. Und doch bleiben im Sommer oft die Hähne trocken. Ausserdem wird den Bürger*innen empfohlen, das Leitungswasser nicht zu trinken.
Die Wasserressourcen werden im Libanon schlecht genutzt. Besonders die Abwasserentsorgung lässt aus Verbrauchersicht stark zu wünschen übrig. Vielerorts werden Abwässer immer noch ungeklärt ins Meer geleitet. Hauptgründe dafür sind fehlende Investitionen, mangelnde Infrastruktur und schlechtes Management.

Mehr dazu erfährst du im SympathieMagazin «Libanon verstehen»

Religion & Sprache

Religion

63% der Libanes*innen gehören dem  muslimischen Glauben an. (Ca. 35% sind Schiit*innen, 20% Sunnit*innen, 7 % Drus*innen). und ca. 37% sind Christ*innen.

Sprache

Offizielle Landessprache ist Arabisch. Verbreitet sind ausserdem Französisch und zunehmend auch Englisch. Einige Libanes*innen sprechen deutsch, weil sie im deutschen Sprachraum studiert haben oder weil sie während des Bürgerkrieges in ein deutschsprachiges Land fliehen mussten.

Mehr dazu erfährst du im SympathieMagazin «Libanon verstehen»

 

Kultur & Ernährung

Ernährung

Die libanesische Küche ist aus gutem Grund weltberühmt; in kaum einem anderen Land ist das Essen so schmackhaft, so vielfältig und dabei so gesund und bekömmlich. Auch Vegetarier*innen kommen voll auf ihre Kosten. Für den schnellen Hunger sind die lecker gefüllten Teigtaschen und libanesischen Pizzen (Man’usche) zu empfehlen, die es überall in kleiner Spezialbäckereien günstig zu kaufen gibt. In einfachen restaurants kostet ein warmes Gericht inklusive Salat und Getränk pro Person ab sechs Euro aufwärts.

Mehr dazu erfährst du im SympathieMagazin «Libanon verstehen»

Do’s & Dont’s

Do’s:

  1. In Restaurants gibt man 5% Trinkgeld. In Hotels erhält das Personal zwischen 2’000 und 5’000 LL pro Tag.
  2. Nicht jede Einladung ist wörtlich gemeint. Wenn man eine Einladung nach Hause annimmt, sollte man auf jeden Fall ein Geschenk mitbringen.

Dont’s:

  1. Verboten ist das Fotografieren militärischer Anlagen (auch wichtige Brücken etc.) sowie der Grenzanlagen, besonders zwischen dem Libanon und Israel.

Mehr dazu erfährst du im SympathieMagazin «Libanon verstehen»

Angebote & Anbieter

Voilà – Angebote unseres Partners FairWeg, der Unterkünfte nach zwölf Nachhaltigkeitskriterien auswählt. Darunter einige grosse Häuser, denn sie können sich eine Zertifizierung leisten. Darum suchen wir kleine, leidenschaftlich nachhaltige Anbieter*innen – bitte melden.

Berichte zu Libanon

Mobilität

An- und Abreise

Fliegen belastet das Klima stärker als jede andere Art des Reisens. Beim Verbrennen von Kerosin entstehen Schadstoffe, unter anderem Kohlendioxid (CO2). Dieses trägt massgeblich zur globalen Erwärmung bei.

Flug Zürich - Beirut: CO2-Ausstoss in kg
Emissionen pro Passagier auf einem Hin- und Rückflug
1446 kg CO2
Betrieb eines Kühlschranks für ein Jahr, durchschnittlicher Strommix
100 kg CO2
Ein Jahr Autofahren (Mittelklassewagen, 12.000 km)
2000 kg CO2
Klimaverträgliches Jahresbudget eines Menschen
2300 kg CO2

Fortbewegung im Inland

Wichtigstes Fortbewegungsmittel der Libanes*innen ohne Auto sind die sehr preiswerten Busse und so genannte Service-Sammeltaxis (ausgesprochen: Ssärwiis, Preis pro Fahrt und Gast 1500LL). Da die Service-Taxis weder erkennbare Nummern noch Streckenbezeichnungen tragen, muss man jedes Mal ins Taxi hineinrufen und nach dem Ziel fragen – was die Benutzung für Neulinge im Land recht schwierig macht.
Tipp für Ungeduldige: Um bequemer zu sitzen oder Wartezeiten zu vermeiden, kann man für zwei Plätze bezahlen. Einfacher, aber auch wesentlich teurer sind Einzelfahrten (je nach Streckenlänge und Zeitaufwand 5’000 bus 15’000n LL, in der Innenstadt meist um die 7’000 LL. Wer abgeholt werden möchte, kann Funktaxis bestellen.

Klimaschutzbeitrag

Auf dem Treibhausgasrechner des fairunterwegs-Mitglieds myclimate kannst du die klimaschädlichen Emissionen deiner nächsten Reise berechnen und gleich in ein Klimaschutzprojekt investieren. Welche Projekte du mit deinem Beitrag unterstützt, erfährst du auf der myclimate-Webseite. Hintergrundinformationen zu Klimakompensation findest du im fairunterwegs-ABC.

myclimate ist fairunterwegs-Mitglied    myclimate

Einstimmen

*Quellen

Human Development Index

Der IHDI kombiniert die durchschnittlichen Errungenschaften eines Landes in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Einkommen mit der Verteilung dieser Errungenschaften auf die Bevölkerung des Landes, indem der Durchschnittswert jeder Dimension entsprechend dem Grad der Ungleichheit "abgezinst" wird. Somit ist der IHDI ein verteilungsabhängiges Durchschnittsniveau der menschlichen Entwicklung.


Zwei Länder mit unterschiedlichen Verteilungen der Errungenschaften können den gleichen durchschnittlichen HDI-Wert haben. Unter perfekter Gleichheit ist der IHDI gleich dem HDI, fällt aber unter den HDI, wenn die Ungleichheit zunimmt.

Human Development Report

Internationaler Korruptionsindex

Der Internationaler Korruptionsindex, kurz CPI, bewertet und stuft Länder danach ein, wie korrupt der öffentliche Sektor eines Landes von ExpertInnen und Geschäftsleuten wahrgenommen wird. Der CPI ist ein zusammengesetzter Index, eine Kombination aus 13 Umfragen und Einschätzungen zur Korruption, die von einer Vielzahl renommierter Institutionen erhoben wurden. Der CPI ist der weltweit am häufigsten verwendete Indikator für Korruption.

Die Punktzahl eines Landes gibt den wahrgenommenen Grad der Korruption im öffentlichen Sektor auf einer Skala von 0-100 an, wobei 0 bedeutet, dass ein Land als hochgradig korrupt wahrgenommen wird, und 100, dass ein Land als nicht korrupt wahrgenommen wird. 

Transparency International

Ranking of Happiness

Der World Happiness Report (etwa „Welt-Glücks-Bericht“) ist ein jährlich vom Sustainable Development Solutions Network der Vereinten Nationen veröffentlichter Bericht. Darin beschreiben ExpertInnen unterschiedlicher Wissenschaften wie Wirtschaft, Psychologie, Umfrageanalyse und Statistik, wie das Messen des Wohlbefindens effektiv genutzt werden kann, um den Fortschritt von Nationen zu erfassen.

World Happiness Report