Tunesien

Rang 115
Ranking of Happiness
Zum Vergleich:
Rang 9
in der Schweiz
Rang 97
Human Development Index
Zum Vergleich:
Rang 1
in der Schweiz
Rang 85
Internationaler Korruptionsindex
Zum Vergleich:
Rang 7
in der Schweiz

Zahlen & Fakten

Menschenrechtslage

Präsident Kaïs Saïed setzte 2022 seine Bemühungen fort, nach seiner Machtergreifung im Vorjahr die Staatsmacht in seinen Händen zu bündeln. Er erließ zudem Gesetzesdekrete, um wichtige institutionelle Schutzmaßnahmen für die Menschenrechte abzubauen, und ging insbesondere gegen die Unabhängigkeit der Justiz und das Recht auf freie Meinungsäußerung vor. Die Behörden setzten rechtswidrige Gewalt gegen Demonstrierende ein, verfolgten Kritiker*innen und vermeintliche Gegner*innen des Präsidenten strafrechtlich und nahmen sie willkürlich fest. Das Recht auf Vereinigungsfreiheit war bedroht. Mit einem Gesetzesdekret zur Änderung des Wahlgesetzes wurden gesetzliche Maßnahmen zur Förderung der Vertretung von Frauen im Parlament zunichte gemacht. Einvernehmliche gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen Erwachsenen standen weiterhin unter Strafe. (Stand 2022)

Hier gehts zum vollständigen Amnesty International Bericht zu Tunesien.

Reisen in Länder, in denen die Menschenrechte missachtet werden, in denen Diktatoren oder Autokraten herrschen, können aus vielen Gründen boykottiert werden. Doch oft leiden dann die Einwohner*innen nicht nur unter dem herrschenden Regime, sondern auch durch den Ausfall der Einnahmen aus dem Tourismus. Zudem können Tourist*innen Information in und aus dem Land bringen, was für gewisse Länder enorm wichtig ist. Zentral ist jedoch, sich vor der Reise mit der Politik, Kultur und dem System im Land auseinander zu setzen!

Mehr erfahren

Umwelt

1992 war Tunesien das erste arabische Land, das ein Umweltministerium gegründete. In grösseren Städten gibt es grosse Plastik-Container für Flaschen, Batterien, Plastik und Papier. Auf dem Land ist die Abfallbeseitigung noch immer ein grosses Problem.
Die Datteln aus Hazoua mit dem Demeter-Gütesiegel werden auch in Deutschland und der Schweiz verkauft. Die Mitgliedschaft bei Fair Trade sichert zudem, dass die Produzierenden und Angestellten in Vermarktung und Vertrieb ordentlich bezahlt werden.

Mehr dazu erfährst du im SympathieMagazin «Tunesien verstehen»

Religion & Sprache

Religion

99% der Tunesier*innen sind Muslim*innen – die meisten davon Sunnit*innen. Katholik*innen und Jüd*innen gehören zu den religiösen Minderheiten innerhalb des Landes.

Mehr zum Islam erfährst du im SympathieMagazin «Islam verstehen»

Sprache

Offizielle Landessprache ist Arabisch. Fast ebenso verbreitet ist jedoch auch Französisch. Im Alltag sprechen die Tunesier*innen eine Variante des Maghreb-Arabischen, die stark von der arabischen Hochsprache abweicht und von italienischen, französischen und spanischen Lehnwörtern durchsetzt ist.

Mehr dazu erfährst du im SympathieMagazin «Tunesien verstehen»

Kultur & Ernährung

Ernährung

Zum Frühstück zartschmelzende Ricotta aus dem Körbchen, zu Mittag Couscous mit Fisch, nachmittags einen kühlen, frischen Erdbeersaft und zu Abend einen herzhaften Mechouia-Salat aus gegrillter Paprika. Tunesien hat unzählige Gaumenfreuden zu bieten.

Mehr dazu erfährst du im SympathieMagazin «Tunesien verstehen»

Do’s & Dont’s

Do’s:

Angestellte im Service und Hotels etc. werden in Tunesien oft schlecht bezahlt. Deshalb ist Trinkgeld umso wichtiger. In Hotels wird ein Teil des Trinkgeldes gleich zu Beginn übergeben. In Restaurants sind 5-10% des Rechnungsbetrags üblich.

Dont’s:

Das Fotografieren von öffentlichen Gebäuden, Brücken und Militäreinrichtungen ist untersagt.

Mehr dazu erfährst du im SympathieMagazin «Tunesien verstehen»

Angebote & Anbieter

Voilà – Angebote unseres Partners FairWeg, der Unterkünfte nach zwölf Nachhaltigkeitskriterien auswählt. Darunter einige grosse Häuser, denn sie können sich eine Zertifizierung leisten. Darum suchen wir kleine, leidenschaftlich nachhaltige Anbieter*innen – bitte melden.

Berichte zu Tunesien

Mobilität

An- und Abreise

Fliegen belastet das Klima stärker als jede andere Art des Reisens. Beim Verbrennen von Kerosin entstehen Schadstoffe, unter anderem Kohlendioxid (CO2). Dieses trägt massgeblich zur globalen Erwärmung bei.

Flug Zürich - Tunis: CO2-Ausstoss in kg
Emissionen pro Passagier auf einem Hin- und Rückflug
664 kg CO2
Betrieb eines Kühlschranks für ein Jahr, durchschnittlicher Strommix
100 kg CO2
Ein Jahr Autofahren (Mittelklassewagen, 12.000 km)
2000 kg CO2
Klimaverträgliches Jahresbudget eines Menschen
2300 kg CO2

Fortbewegung im Inland

Der schnellste und billigste Weg von Tunis in die nördlichen Küstenorte La Goulette, Sidi Bou Said und La Marsa ist der Vorortzug.
Innerhalb der tunesischen Städte fahren Busse und Strassenbahnen. Bei Fahrten übers Land empfiehlt sich die Louage (Minibus). Die Louages fahren an zentralen Plätzen ab. Vor dem Einsteigen in den Bus muss das Ticket am Strand gekauft werden.

Klimakompensation

Auf dem Treibhausgasrechner des fairunterwegs-Mitglieds myclimate kannst du die klimaschädlichen Emissionen deiner nächsten Reise berechnen und gleich in ein Klimaschutzprojekt investieren. Welche Projekte du mit deinem Beitrag unterstützt, erfährst du auf der myclimate-Webseite. Hintergrundinformationen zu Klimakompensation findest du im fairunterwegs-ABC.

Einstimmen

*Quellen

Human Development Index

Der IHDI kombiniert die durchschnittlichen Errungenschaften eines Landes in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Einkommen mit der Verteilung dieser Errungenschaften auf die Bevölkerung des Landes, indem der Durchschnittswert jeder Dimension entsprechend dem Grad der Ungleichheit "abgezinst" wird. Somit ist der IHDI ein verteilungsabhängiges Durchschnittsniveau der menschlichen Entwicklung.


Zwei Länder mit unterschiedlichen Verteilungen der Errungenschaften können den gleichen durchschnittlichen HDI-Wert haben. Unter perfekter Gleichheit ist der IHDI gleich dem HDI, fällt aber unter den HDI, wenn die Ungleichheit zunimmt.

Human Development Report

Internationaler Korruptionsindex

Der Internationaler Korruptionsindex, kurz CPI, bewertet und stuft Länder danach ein, wie korrupt der öffentliche Sektor eines Landes von ExpertInnen und Geschäftsleuten wahrgenommen wird. Der CPI ist ein zusammengesetzter Index, eine Kombination aus 13 Umfragen und Einschätzungen zur Korruption, die von einer Vielzahl renommierter Institutionen erhoben wurden. Der CPI ist der weltweit am häufigsten verwendete Indikator für Korruption.

Die Punktzahl eines Landes gibt den wahrgenommenen Grad der Korruption im öffentlichen Sektor auf einer Skala von 0-100 an, wobei 0 bedeutet, dass ein Land als hochgradig korrupt wahrgenommen wird, und 100, dass ein Land als nicht korrupt wahrgenommen wird. 

Transparency International

Ranking of Happiness

Der World Happiness Report (etwa „Welt-Glücks-Bericht“) ist ein jährlich vom Sustainable Development Solutions Network der Vereinten Nationen veröffentlichter Bericht. Darin beschreiben ExpertInnen unterschiedlicher Wissenschaften wie Wirtschaft, Psychologie, Umfrageanalyse und Statistik, wie das Messen des Wohlbefindens effektiv genutzt werden kann, um den Fortschritt von Nationen zu erfassen.

World Happiness Report