Dieser Film ist eine Wucht, erzeugt durch seine elementar wirkenden Kräfte: Eine Frau, die Liebe, die Musik, die Stadt Kinshasa, das wunderbar Krude der Bilder. Die Sängerin und Theaterschauspielerin Véro Tshanda Beya verkörpert die starke Frauenfigur Félicité, und es kommt nicht alle Tage vor, dass das Wort dermassen angebracht ist wie hier.

Die Geschichte, die uns Alain Gomis erzählt, ist eine denkbar einfache. Sie könnte sich überall auf der Welt abspielen, wo die Verhältnisse prekär sind: Eine Mutter setzt sich dafür ein, dass ihr mit dem Motorrad verunglückter Sohn im Spital operiert wird. Wie der in Frankreich geborene Filmemacher mit Wurzeln in Senegal und Guinea-Bissau sie erzählt, ist atemberaubend und herzergreifend. Von den ersten Einstellungen an lädt er uns ein zu einem fiebrigen Trip nach Kinshasa, in die Nacht der Grossstadt, in die von Smog und Hitze diesig flirrende Stimmung, in den Rhythmus eines Alltags und seiner Musik, in eine überraschende Liebesgeschichte.

Félicité ist ein afrikanischer Film, der feinfühlig erzählt von der Liebe einer Mutter zu ihrem Sohn, von der menschlichen Würde, um die eine Frau absolut kompromisslos kämpft, und von einer zwischenmenschlichen Annäherung, die uns Afrika nahe bringt, aus der wir viel mitnehmen können in unseren Alltag. Félicité versucht nicht einen Augenblick, etwas zu beschönigen. Das dürfte mit ein Grund dafür sein, dass der Film so direkt rüberkommt. Alain Gomis hat schon in Aujourd’hui sein Talent als Erzähler in direkter Rede bewiesen. In Félicité verfeinert er es und kann auf die unglaubliche Ausstrahlung von Véro Tshanda Beya setzen, auf Papi Mpaka auch, der in stoischer Ruhe Félicités Kühlschrank flickt und ihr und dem Sohn näher kommt. Wer das Kino pur liebt: Nichts wie hin! 

Im Kino

  • Aarau: ab 19. Oktober 2017
  • Altdorf: 22. November 2017 
  • Baden: ab 18. Oktober 2017 
  • Basel: ab 19. Oktober 2017 
  • Bern: ab 19. Oktober 2017 
  • Brugg: ab 19. Oktober 2017 
  • Chur: 3. Dezember 2017 
  • Frauenfeld: ab 5. November 2017 
  • Heerbrugg: 25. und 27. November 2017 
  • Heiden: ab 5. November 2017 
  • Klosters: 9. November 2017 
  • Luzern: ab 19. Oktober 2017 
  • Olten: 9. bis 12. Dezember 2017 
  • Rapperswil: 24. Januar 2017 
  • Schaan: ab 26. Oktober 2017 
  • Solothurn: ab 24. Oktober 2017 
  • St. Gallen: ab 20. Oktober 2017 
  • Thun: 6. November 2017 
  • Thusis: 2. November 2017 
  • Winterthur: ab 19. Oktober 2017 
  • Zug: 23. Oktober 2017 
  • Zuoz: 20. Oktober 2017 
  • Zürich: ab 19. Oktober 2017 

Im Kino

  • Aarau: ab 19. Oktober 2017
  • Altdorf: 22. November 2017 
  • Baden: ab 18. Oktober 2017 
  • Basel: ab 19. Oktober 2017 
  • Bern: ab 19. Oktober 2017 
  • Brugg: ab 19. Oktober 2017 
  • Chur: 3. Dezember 2017 
  • Frauenfeld: ab 5. November 2017 
  • Heerbrugg: 25. und 27. November 2017 
  • Heiden: ab 5. November 2017 
  • Klosters: 9. November 2017 
  • Luzern: ab 19. Oktober 2017 
  • Olten: 9. bis 12. Dezember 2017 
  • Rapperswil: 24. Januar 2017 
  • Schaan: ab 26. Oktober 2017 
  • Solothurn: ab 24. Oktober 2017 
  • St. Gallen: ab 20. Oktober 2017 
  • Thun: 6. November 2017 
  • Thusis: 2. November 2017 
  • Winterthur: ab 19. Oktober 2017 
  • Zug: 23. Oktober 2017 
  • Zuoz: 20. Oktober 2017 
  • Zürich: ab 19. Oktober 2017