Der klassische Wintertourismus kränkelt. Viele Destinationen überlegen sich Alternativen, Radtourismus ist eine davon. Wie die Fahrrad-Trends in den Alpen aussehen und wie sich dieser Markt bestmöglich erschliessen lässt, wollten die als "AlpNet" zusammengeschlossenen Tourismusregionen wissen. "Anbieter dürfen nicht nur MountainbikerInnen anvisieren", betont Manuel Demetz von der Europäischen Akademie Bozen, einer der Autoren der Studie "The Future of Cycle Tourism in the Alps". Grösseres Potenzial liege bei Trekking-RadfahrerInnen oder Personen, die die Umgebung ihres Urlaubsortes mit dem Rad erkunden wollen. Auch Elektroräder spielen laut Demetz eine immer wichtigere Rolle. Doch nur neue Radwege zu errichten reiche nicht. Auch auf Nebenstrassen müsse die Sicherheit der Radelnden gewährleistet werden. Zudem brauche es für erfolgreiche Entscheidungsprozesse regionale Rad-Verantwortliche.
Gute Beispiele für neue Radtourismus-Angebote gibt es einige, so die Routen im Grenzraum Italien-Slowenien, die im Rahmen des Projekts "Bimobis" unter der Führung von Tolmin, "Alpenstadt des Jahres 2016", angelegt wurden. Dass mehr Radverkehr auch für Einheimische ein wichtiges Ziel ist, zeigen die "Velo-Initiative", mit der SchweizerInnen eine umfassende Förderungen des Radfahrens fordern, und die Initiative von BürgerInnen im französischen Giffre-Tal, die sich für sicheres Fahrradfahren einsetzen.